Schoren 1 Schlössli
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Feuerbrand
Informationen und Vorgehen über die Bekämpfung des Feuerbrandes
Feuerbrand
Eine gefährliche Pflanzenkrankheit rafft derzeit in der Schweiz tausende von Obstbäumen und weitere Zier- und Wildpflanzen dahin. Der Befall mit Feuerbrand trifft nun auch Regionen, die bisher von dieser Seuche weitgehend verschont blieben. Deshalb Augen auf - denn nur mit regelmässigen Kontrollen lässt sich etwas gegen den Feuerbrand tun.
Feuerbrand - eine heimtückische Pflanzenkrankheit
Der Feuerbrand ist in Amerika altbekannt, in der Schweiz aber erst seit knapp zwanzig Jahren nachgewiesen. Er bereitet den hiesigen Obstbauern ganz besonders viele Sorgen. Doch was ist Feuerbrand eigentlich genau? Diese Pflanzenkrankheit, welche durch ein Bakterium verursacht wird, befällt eine ganze Reihe von Zier- und Wildpflanzen wie beispielsweise den Weissdorn, die Vogelbeere und Mispeln, aber auch Kernobst wie Apfel-, Birnen- oder Quittenbäume. Der Feuerbrand ist für den Menschen ungefährlich, für die Pflanzen aber fatal. Der Name Feuerbrand rührt von der schwarzbraunen Verfärbung, dem "verbrannten" Aussehen der befallenen Pflanzen her, deren Triebspitzen sich ausserdem U-förmig nach unten biegen. Bei infizierten Pflanzen treten im Frühling die Bakterien als kleine Schleimtropfen aus. Die hoch ansteckenden Bakterien können sehr rasch durch Insekten, Regen und Wind, Vögel, aber auch durch den Menschen (via Grünabfälle, Werkzeuge, Kleider etc.) auf gesunde Pflanzen übertragen werden. Schneidwerkzeuge sind deshalb nach jedem Baum mit 70% Alkohol zu desinfizieren. Regelmässige Kontrollen von Wirtspflanzen ab dem Abblühen bis Ende Sommer sind in Hochstammgärten wie auch in Privatgärten unentbehrlich. Bei Neupflanzung ist bis auf Weiteres auf alle Feuerbrandwirtspflanzen zu verzichten.
Wie vorgehen bei einem Befall durch Feuerbrand?
Der Feuerbrand ist meldepflichtig. Wenn ein Verdacht auf Feuerbrand besteht, soll die betreffende Pflanze nicht berührt werden, um eine Verschleppung der Bakterien zu vermeiden! Der Verdacht ist sofort zu melden bei
· Kantonale Fachstelle für Pflanzenschutz (031 910 53 30)
· Herr Hans Peter Nyffenegger, Laueli 4 (079 656 83 70)
· Herr Anton Eugster, Blochstrasse 35 (079 656 42 52)
Diese können eine Diagnose machen und dann bei einem positiven Befund die fachgerechte Entsorgung (zurückschneiden bzw. roden, danach meist verbrennen) organisieren. Ausser dem Vernichten der betroffenen Pflanzen kann der Feuerbrand nur präventiv mit Pflanzenschutzmitteln (mit Teilwirkung) bekämpft werden.
Auf den folgenden Internet-Seiten ist neben umfangreichen Informationen auch Bildmaterial vorhanden:
Kantonale Fachstelle für Pflanzenschutz (BE): www.vol.be.ch/lanat/pflanzenschutz
Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil: http://www.acw.admin.ch/
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